Geschichte von Roncesvalles


VORGESCHIGTE UND ALTERTUM

DURCHGANGSORT UND HISTORISCHER WEG

Seine strategische Lage im Mitten der Pyrenäen bewirkt das Orreaga-Roncesvalles von Beginn an sich als wesentlicher Punkt für die Reisenden und Soldaten die die Gebirgskette der Pyrenäen durchqueren wollen entwickelt. Der Durchgang unterschiedlichster Menschen bewirkt, dass in dieser Zone sehr unterschiedliche Kulturen zusammentreffen, obwohl durch die ständige Durchreise, in den meisten Fällen, der kulturelle Nachlass in den bewohnten Gegenden der Stadt anekdotisch ist.


Frau in Aizpea (Aribe). Das Alter wird auf rund 6.660 Jahre geschätzt. Museum von Navarra.

Wenn die Römer, Experten, Ingenieure und Spezialisten beim Entwurf von einer kompletten Straßenzeichnung durch ganz Europa, sich diese Gegenden aussuchten um die Römische Strecke die von den Galian aus bis zum Westen der Halbinsel ging, die Berühmte Straße „Bordeux-Astorga“, vielleicht weil es sich um einen früheren Durchgangsort handelte, und sie Beweise über archäologische Indizien liefern die in diesem Gebiet geblieben sind und die von der Einreise von Menschenmengen im Altertum erzählten.

Die Bevölkerung dieses Territoriums lässt sich bis Ende des Paläolithium zurückverfolgen, also bis zum Jahr 10.000 n.Chr., wo in den nahegelegenen Gebieten und von ähnlicher Fisonomie sich Reste von Materien befinden die nördlichste Seite von Baztan oder Niedernavarra.

Kromlech in Sorogain / Dolmen in Soroluce

Für die Bronze- und Eisenzeit sind die Jäger, Halbnomaden sesshaft geworden und haben schon eine direkte Präsenz in der Zone von Orreaga-Roncesvalles und der nahegelegenen Gebiete. In diesem Zusammenhang kann man die Menge der megalithischen Reste die in der Gegend verteilt sind erklären. Der Megalithtische bezieht sich auf das Vorhandensein von Begräbnismonumenten, oder Steinritualien verteilt in der Natur und die man Dolmen nennt. Die aus dem Gebiet Orreaga-Roncesvalles gehören einem Subsektor innerhalb des Dolmensektors nördlich der Halbinsel, die den Namen „Urepel-Ibañete-Orbaiceto“ erhält.

Además de los grupos que permanecían de manera más o menos estable en la zona, hay que tener en cuenta también la influencia de nuevos contingentes que, gracias a la facilidad de paso pirenaico, fueron llegando al área de Orreaga-Roncesvalles. Las llamadas „invasiones celtas“ tuvieron una de sus vías de penetración esenciales por esta parte del pirineo. Estos celtas trajeron nuevas formas urbanas y conceptos de organización social que, aunque no se han conservado como poblados, dejaron algunos „crónlechs“, (monumentos de tipo megalítico relacionados con ritos funerarios en los que las piedras se colocan en círculo rodeando el enterramiento), de los cuales es posible ver algunos ejemplos en las laderas meridionales de Urkulu.

Con este entramado humano, más complejo y organizado de lo que en ocasiones se ha considerado, entró en contacto el mundo romano a principios de nuestra era. Fue Roma, quien atendiendo a sus necesidades de transporte y a su habitual política de desarrollo de la redes viarias, tendió sobre las viejas rutas pirenaicas una calzada de piedra. Muy cerca de Orreaga-Roncesvalles, en el término del vecino pueblo de Espinal, se han encontrado los restos de la ciudad más septentrional de los vascones romanizados, Iturissa, y sobre el vértice de la vía romana, vigila los puertos una curiosa torre-trofeo romana que corona el „Summo Pyreneo“.

La vía pirenaica se va consolidando lentamente y sus caminos son testigo del paso de legiones romanas, viajeros variados, invasiones bárbaras, huestes visigodas, tropas musulmanas camino de la derrota de Poitiers, embajadas cristianas en uno y otro sentido, y el más ilustre ejército de la Francia altomedieval: lo mejor de la caballería y el séquito más deslumbrante que cruzó los Pirineos con Carlomagno en el 778.


VIII JAHRHUNDERT

DIE SCHLACHT VON RONCESVALLES (JAHR 778)

Obwohl das Gebiet von Roncesvalles immer eine wichtige Verbindungsstraße war erhielt sie viel Ruhm mit dem Feldzug von Carlomagnon in Spanien. Auf den Weg seines Rückzuges nach der verlorenen Schlacht in Zaragoza, der Held Roldán, wurde zusammen mit der Nachtruppe des französischen Heeres in der tiefen Schlucht von Luzaide-Valcarlos.


Gravur aus dem 19. Jahrhundert. Karl der Große trauert um den Ritter Roland.

Im VIII Jahrhundert hatte sich Pamplona durch den ständigen Streit zwischen den Muslimen, – mehr oder weniger mit einigen bedeutenden Familien aus dem Land verbunden – und dem französischen Königreich hervorgehoben; verbunden durch tiefe christliche Züge und auch in Bezug zu den anderen christlichen Kreisen der Halbinsel. In diesem Zusammenhang fand im Sommer des Jahres 778 die große Expedition unter Führung des selben Carlomagno der, auch, wenn sie nach Zaragoza gerichtet war, direkt Pamplonas Territorium betraf, da auf dem Wege nach Zaragoza, Carlomagnon die Mauern Pamplonas vernichtete um im Falle eines Scheiterns in Zaragoza sich seine Rückkehr zu sichern.

Auf dem Rückweg seiner misslungenen Expedition in der Hauptstadt Aragons, und bevor er den Abstieg der Pyrenäen antrat, im Gebiet Luzaide-Valcarlos die Nachtruppen des französischen Heeres, von Roldán geschickt, seinen liebsten Ritter und von dem Rest der zwölf Paare aus Frankreich wurden von einem heute noch unbekanntem Heer vollkommen zerstört. Die Legende erzählt, dass an diesem Ort Roldán sein Rufhorn aus Elfenbein erklingen ließ um das restliche Heer zu warnen, als er und die zwölf imperialistischen und treuen Gefolgsmänner verletzt wurden, warf er sein glorreiches Schwert „Durandal“ ins Wasser damit dieser nicht in die Hände des Feindes gelang.

Der genaue Ort der Schlacht ist eine weitere Unbekannte die noch aufzulösen ist. Die Sage hat gewollt, mit „El cantar de Roldán“ das sich das Bild des Ritters Roldán den Rufhorn blasend, bis zu seinem Tode auf der Spitze von Ibañeta und an seinem Imperator Carlomagnon zerrissen als er zum Schlachtfeld zurückkehrte und alle seine Männer auf den Boden sieht wahrt.

Es ist auch unbekannt wer die Sieger waren. Die Historiker haben drei Hypothesen. Die erste besagt, dass eine Koalition von Basken und Moslems, die Zweite eine Kombination von Basken der oberen Seite der Pyrenäen und die Dritte Basken der Pyrenäen die unzufrieden mit der Befestigung des französischen Heeres in Aquitania waren.


IX JAHRHUNDERT

BEGINN DER PILGERFAHRTEN

Obwohl zu Beginn des IX Jahrhunderts der Kult von Santiago anfängt sich zu entwickeln und die Verehrung seiner Überreste weiß man nicht genau wann die Pilgerfahrten begannen. Jedenfalls wird es nicht vor Beginn des X Jahrhunderts gewesen sein, nachdem die christliche Monarchie siegte und sich konsolidierte, dann die Pilgerfahrten mit Sicherheit gemacht wurden.


Oft ist Sancho III der Große (1004-1035) die Konsolidierung und der „Neue Entwurf“ des Weges nach Compostela zugesprochen worden, der schon für die nachherige Zeit festgelegt blieb. Wissen wir heute dagegen, dass es ohne Zweifel Sancho Garcés I (905-925) welcher war, der zum gleichen Zeitpunkt war an dem er eine christliche Monarchie organisiert, eine Gebietserweiterung zu Lasten der Moslems bestimmte, und mit Vorbedacht interessierte er sich an den Beziehungen mit weiteren christlichen Gebieten der Halbinsel, sicherte den Jakobeischen Entwurf der durch die alte römische Straße bis Pamplona durchläuft, und von dort aus nach Nájera um weiter nach Westen dem „Sternenweg“ folgend.

Die ersten Nachrichten über eine Art Beistandsort im Summo der Pyrenäen sich auf das dritte Quartal des XI Jahrhunderts bezieht als die Monarchen Pamplonas, und insbesondere, Sancho aus Peñalén, auf die Aufmerksamkeit der Pilger am Monasterium von Leire gelenkt hatte, der Anfang der Route nach Jaca in Navarra steht. Leire erhielt den Zuspruch eines kleinen Monasteriums auf den Gipfel von Ibañeta, San Salvador, wir wissen nicht genau seit wann es besteht, es ist heute eine Wallfahrtskapelle. Aus dieser einfachen Konstruktion die auch mal „Kapelle von Carlomagnon“ oder „Roldán“ genannt wurde, werden z.zt. keine Spuren aufbewahrt.

Dagegen mit der zeitlichen Vereinigung von Navarra und Aragon (1076-1134) beschloss die neue Dynastie in dieser Aufgabe die Stiftkirche von Somport zu begünstigen, die sich um die Notwendigkeit der Route von Toulouse bei ihrer Ankunft in Aragon kümmerte, und seit ersten Jahre des XII Jahrhunderts über eine kleine Herberge am Hang von Ibañeta.

Es mussten einige Jahre vergehen bis der Bischof von Pamplona beschließt sich auch an der Beistandspolitik zu beteiligen die bis dahin von beiden genannten Zentren beherrscht wurde, das Monasterium San Salvador von Ibañeta und die Stiftskirche von Somport, an dem Haupteingangspunkt der Pilger zu dieser Zeit.


XII JAHRHUNDERT

NEUES KRANKENHAUS FÜR DIE PILGER

1127 der Bischof von Pamplona, Bischof Sancho von der Rosa, entschied in der Nähe von Orreaga-Roncesvalles eine Brüderschaft von Geistlichen und weltlichen die sich um die Pilger kümmerten zu gründen. Politische Umstände trugen dazu bei, dass man am Anfang dachte, es sei ein kleines Krankenhaus, sich zu einem Versorgungszentrum mit einer viel größeren Körperschaft entwickelte..


Die Trennung von Navarra und Aragon 1134 sorgte das die Stiftskirche von Somport und das Monasterium von Leire sich am nachbarlichen Königreich beteiligten, so dass der neue König García Ramírez entschied das Krankenhaus von Roncesvalles zum Nachteil der Nachbarn zu potenzieren. Der König erreichte, dass der Bischof Sancho ein Gemeinderat von Stiftsherren gründete um seine Herberge und die Kirche, und die Spenden von diversen Pachten in die nahegelegenen Täler und an Gebiete nahe Pamplona verteilten. Was 1135 als kleines Krankenhaus gegründet wurde entwickelte sich zu einen erhabenen religiösen Ort.

Mit der Zeit, der eigene König und seine Nachfolger, die Bischöfe immer Aufpasser und die Mitglieder des Adels aus Navarra und sogar dankbare Pilger übergaben kleine Fincas und Mietzinsen an Orreaga-Roncesvalles selber oder an anderen Gebiete Navarras.

Dieser Wohlstand und die günstige wirtschaftliche Lage erlaubten die Konstruktion der einer Kapelle „Sancti Spiritus“ und das erste Krankenhaus wovon heute nichts mehr steht, obwohl es im „Poema de Roncesvalles“ von Beginn des XIII Jahrhunderts erwähnt wird.

Die Organisation von Roncesvalles war ähnlich wie die der Kathedrale von Pamplona. Der Gemeinderat von Roncesvalles war lt. „Regla de San Augustin“ organisiert und geführt von einem Abt.


XIII JAHRHUNDERT

DER HÖHEPUNKT VON RONCESVALLES

Das XIII Jahrhundert bildet eine Epoche von großer Bedeutung für Navarra und in folge dessen auch für Orreaga-Roncesvalles die einen wichtigen Wachstums- und Ausbreitungsprozess erfuhr. Dieser blühende Prozess sieht man in der Konsolidierung geformt als unabhängiger und mächtigen Gemeinderat und die Erweiterung von seiner Macht und kirchlichen Rechten die im XIV Jahrhundert weitergehen.


Seit Ende des XII Jahrhunderts, hatte die Stiftskirche das Protektorat des Monarchen SanchoVII der Starke genossen, welcher in der Kapelle von San Augustin ruht, und von anderen adeligen Navarros. Dies hatte zur Folge, dass die Stiftskirche ein immer höheres Kontingent an Erträgen hatte. Außerdem gewann seine religiöse Gemeinde an Wichtigkeit unter der Priesterschaft im Königreich nicht den schwierigen Kampf mit dem Ratstift der Kathedrale. Seit Mitte des XIII Jahrhunderts hatten die Äbte von Roncesvalles das bischöfliche Privileg einen Ring, Bischofsstab und Ehrenzeichen, wie jeder andere Bischof zu tragen. Der Chef des Stifts von Roncesvalles wandelte sich so zur wichtigsten Figur der Priesterlichkeit Navarras nach dem Bischof und eines der Berater des Herrschers.

Die Konflikte in Roncesvalles mit dem Sitz von Pamplona waren, vor allem an der Notwendigkeit der Stiftskirche seine Unabhängigkeit gegenüber dem Stift Pamplonas geltend zu machen zurückzuführen. Nach diversen Auseinandersetzungen und Entfernungen schnitt die Stiftskirche glänzend ab und Ende de XIII Jahrhunderts wurde offenkundig, dass sie von einer Gemeinde von normalen Stiftsherren von dem Prinzip vom Heiligen Augustin gegründet wurde die einen Abt auf Lebenszeit ernannten und sein Vermögen mit voller Freiheit verwalten.

Der Reichtum und die Entwicklung von Orreaga-Roncesvalles gelang an den Punkt an dem ein System mit eigenen Steuerzahlern organisiert werden konnte und ein administratives Organigramm welche wesentliche Einheit der „Schutz“ war. Das Ansehen Orreaga-Roncesvalles überschritt die Grenzen Navarras und aufgrund von Spenden und von frommen Abgaben erzielte sie unterschiedliche Bezüge auf der Halbinsel. Von diesen muss die königliche Spende von Villa de Villagra (León) hervorgehoben werden, die Übergabe der Orte Luimil (Castelomendo) in Portugal. Auf der anderen Seite der Pyrenäen waren die wichtigsten Besitztümer, Charing in London, Santa María Mascarella von Bologna und diverses Vermögen in Toulouse.

Diese Epoche des wirtschaftlichen Aufschwungs bleibt im monumentalen Zusammenhang des Gebietes. Zu dieser Etappe von Glanz und Ausweitung gehört auch die Kirche von Santiago, das imponierende Gebäude mit freundlichen Aspekte (Itzandeguia) und die Kirche von Santa María, neuralgisches Zentrum der Stiftskirche. Der Reichtum von Orreaga-Roncesvalles sieht man wachsen mit der Ankunft von unterschiedlichen Werke wie z.b. „das Evaangeliarum aus Silber und einer Schatulle aus vergoldetem Silber in Filigran. Das Entstehen dieser Epoche der Expansion ist im „Kodex der Pretiosa“ offenbart, die eine Kopie der Dokumente aus dieser Epoche aufbewahrt.


XIV JAHRHUNDERT

RONCESVALLES TEILNAHME AM POLITISCHEN GESCHEHEN

Der ganze vorherige Wachstumsprozess hatte die Stiftskirche mit einem unzweifelhaften wirtschaftlichen Rückhalt versehen und im XIII Jahrhundert sprachen ihre Statuten schon von über 60 Menschen die sich dort niedergelassen hatten. Die Situation von Orreaga-Roncesvalles war so gut, dass sie sogar in der Lage war der Krone Geld zu leihen. Dann hört das Wachstum des Vermögens auf und alle Anstrengungen konzentrieren sich mit der Verwaltung von dem was man schon hat.


Der Streit mit Pamplona wurde beseitigt und es blieb fest, dass Pamplona sich nicht in die Regierung und bei der Wahl des Abts im Pyrenäischen Stift einmischen durfte, es sei nur die Bestätigung des Bischofs notwendig, und für die zweite Hälfte des XIV Jahrhunderts noch nicht einmal das, es würde der Papst sein der die Wahl bestätigt. Diese Umstände prägten die endgültige Lösung der Rolle des Abtes von Roncesvalles in der Priesterschaft von Navarra sowie im politischem Geschehen des Königreiches.

Ausgerechnet im Bezug auf die Verwaltung und Verteilung des Vermögens der Stiftskirche war es, wo in der ersten Hälfte des XIV Jahrhunderts es zu Unstimmigkeiten zwischen dem Abt von Roncesvalles und den anderen Mitgliedern der Priesterschaft gab, aufgrund der übermäßigen Autorität des Abtes in der Verwaltung des Vermögens die er anscheinend schlichtete.

Es war vor dem letzten Drittel des XIV Jahrhunderts als man zu einer endgültigen Lösung im internem Konflikt der Priesterschaft kam: Die Anerkennung der Kanonischen Konditionen von seinen Mitgliedern. Der Abt war froh über diese neue Entscheidung da ihm die Macht erteilt wurde die Einnahmen zu verwalten, obwohl die Gemeinde einige Posten schon fest zugewiesen hatte.

Seit ende des XIV Jahrhunderts griffen die Äbte der Stiftskirche aktiv in das politische Geschehen des Königreiches ein. Der König Carlos III gab eine Form von Führung und Regierung kund die sich im wesentlichen an den persönlichen Beziehungen, Verhandlungen und der Diplomatie stützte. Die Äbte von Roncesvalles vergrößerten beachtlich ihre Macht mit der Krone von der Zeit von Carlos III an, der sie in alle relativen Streitpunkte bzgl. der Kirchenspaltung brauchte, inbegriffen 1417. Dienten später der Tochter von Königin Blanca, sowie Privatsekretäre und Botschafter, und später auch dem Prinzen Carlos als er den König Juan II vertrat.

Seit dem letzten Drittel im XIV Jahrhundert machte sich ein gewisser Verfall des immensen Vermögens der Stiftskirche bemerkbar. Orreaga-Roncesvalles zentralisierte seine Aufmerksamkeit in der Verwaltung Ihrer Besitze in Navarra da die restlichen Besitztümer aufgrund verschiedener Konflikte und die Entfernung verloren gingen. Zum ersten Mal war die Stiftskirche kein Geber und musste Kredite für seine Solvenz aufnehmen.

Der Bürgerkrieg hatte bereits begonnen, Juan II sowie sein Sohn versuchten, dass das Priorat an ein Mitglied der Priesterschaft angehöriger Fraktion der anmutigen- und frommen Bergbewohner zurückfiel. Mit dem Ende des Krieges und der Unmöglichkeit dort einen frommen Bergbewohner zu situieren, verlor der Abt von Roncesvalles seine vorzügliche Stellung im königlichen Hof. Die salomonische Lösung dieses politischen Streites, der den Wechsel von frommen und anmutigen Bergbewohner im Priorat anordnete, bewirkte, dass die Situation der Stiftskirche im ersten Drittel des XVI Jahrhunderts sich stabilisierte, obwohl der Aspekt der Zusammensetzung schrecklich sein musste. Man hatte einen Punkt erreicht an dem eine Reform unumgänglich war, aber diese erfolgte erst 1512 mit der Normalisierung des Königreiches.

Es heben sich unter den in Oreaga-Roncesvalles angekommenen Stücke im XV Jahrhundert die genannte Virgen del Tesoro „Die Heilige des Schatzes“ hervor. Aus dieser Periode blieben auch die Heilige von Roncesvalles und das sogenannte Schachbrett von Carlomagno, ein originaler gotischer Reliquienschrein aus der zweiten Hälfte des XIV Jahrhunderts.

Architektonisch gesehen gehört zu dieser Periode der Kirchturm. Man muss außerdem noch darauf hinweisen, dass die ersten zwei bekannten Brände der Kirche in diesem Jahrhundert waren, obwohl die Rekonstruktion nicht zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wurde.


XVI-XVIII JAHRHUNDERTE

DIE GROSSE REFORM

Die schwierigen Momente der vorherigen Jahrhunderte machen Platz für ein vitales Jahrhundert unter der Führung vom Abt Francisco von Navarra. Der Abt, beraten durch ein weiteres berühmtes Mitglied der Kulturwelt seiner Epoche: Martin von Azpilicueta, beschließt der wirtschaftlichen Umorganisierung und der Gastfreundlichkeit ein Ende zu setzen.


Der Abt Francisco von Navarra, ein intellektueller Akademiker der in Orreaga-Roncesvalles aus dem Exyl kommend ankam, begann im zweitem Drittel des XVI Jahrhunderts eine Zeit der Stabilität in der wirtschaftlichen Verwaltung die sich über drei Jahrhunderte erstreckte. Von Martin von Azpilicueta beraten, Stiftsherr von Roncesvalles und vor allem als Jurist und in internationaler Projektion berühmt, stimmte 1531 eine Führungsform und Verteilung von den zahlreichen Einkünften die noch bei der Stiftskirche ankamen zu. Die Reform bestand in einer gerechten Teilung der Einnahmen in drei Teilen; ein Teil für den Abt, ein anderer für den Stift und die Dritte für notwendige Hilfe für Einrichtungen und Reparaturen von Gebäuden.

Diese neue wirtschaftliche Politik der man den Rückgang der Pilger anrechnete bewirkte, dass der Dritte Teil der Einkünfte fast in ganzer Höhe für die Reform architektonischer Besitztümer der Stiftkirche zugeteilt werden konnte. Als 1600 das Gewicht des Schnees das Dach des gotischen Klosterganges zerstörte gab es keine Schwierigkeiten schnell ein neues zu errichten.

Auf der anderen Seite, forcierten die ständigen Kriege zwischen Spanien und Frankreich die Notwendigkeit das französische Vermögen zu liquidieren und man tauschte das Vermögen auf der anderen Seite der Grenze gegen Gebiete in Navarra ein. Die Abnahme an Pilger war auf die Kämpfe mit Frankreich und der Spaltung des Christentums in Westeuropa zurückzuführen.

Obwohl der Fluss an Pilger gering war, die gute wirtschaftliche Lage der Stiftskirche ermöglichte die Verwirklichung neuer Bauten. Es wurde ein Gebäude errichtet um die Wohnungen der Benefizier unterzubringen, sie waren Geistliche die einer niedrigeren Stufe als die Stiftsherren in der kirchlichen Heraschie angehörten.

Es wurde im XVII Jahrhundert auch eine Herberge errichtet und Ende des XVIII Jahrhunderts die alte Mühle. In diesem Zusammenhang ist nicht verwunderlich, dass außerdem Ende des XVIII Jahrhunderts beschloss man ein neues Krankenhaus zu errichten.


XIX JAHRHUNDERT

DAS SCHWIERIGE ÜBERLEBEN

Die Revolution von 1789 zerstörte die Monarchie und im Zusammenhang auch die Prinzipien an die sich die europäischen Heer während der letzten Jahrhunderte basiert haben. In der darauffolgenden Kette an kriegerischen Ereignissen, werden Orreaga-Roncesvalles und die nahegelegenen Täler die Veränderungen der zahlreichen Kriege intensiv spüren.


Die Grenzposition und die Strategie des Krankenhauses von Roncesvalles bewirkte, dass es von dem Heer von General Ventura Caro als Quartier benutzt wurde zur gleichen Zeit als er vom Stift verlange, zum ersten Mal seit seiner Gründung, die Räumung seiner Dependance.

Nach dem Krieg war das Panorama atemberaubend, so dass außer der Rehabilitierung der Stiftskirche sich der Stift gezwungen sah bei der Rekonstruktion der nahegelegenen Orte zu helfen, wessen Kirche und Häuser vom Stift abhängig waren. Diese Situation verlangte eine andere Verteilungsart der Einkünfte.

Mit der neuen Verteilung der Einkünfte wurde das Projekt der Errichtung eines neuen Krankenhauses aufgenommen jetzt noch dringender nach den erlittenen Zerstörungen der alten Gebäude. Durch die Invasion Napoleons in 1808, dem Volk als dem „Franzosenstreich“ bekannt, wurde das Projekt der Errichtung erneut unterbrochen.

Nachdem der Komplex erneut als Quartier benutzt wurde, wurde 1819 der Prioriraner Palast errichtet, eine neue Residenz für die Stiftsherren. Die folgenden Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg waren eine Erholung vor dem revolutionären Wirbel in 1820, der absolute Abfall der folgenden Jahre und letztendlich der Aufbruch des Carlistischen Krieges und die entzogenen Ansprüche des liberalen Heers von Isabel II. Von 1844 bis 1866 begab sich die eigene Gemeinschaft in eine Phase des Abfalls welche fast ihr Verschwinden verursachte.


XX-XXI JAHRHUNDERTE

DES MODERNEN UND AKTUELLEN WIEDERBELEBEN

Das XX Jahrhundert ist durch eine Epoche der Ruhe geprägt. Die Ernennung von Stiftsherren und Prioriraner, einige Projekte der Reform von Statuten, die lehrenden Aktivitäten und die reduzierte Arbeit der Versorgungsaktivität, vergrößert mit dem langsamen Wiederbeginn der Pilgerei in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts waren die Konstanten dieser 100 Jahre. Nicht desto Trotz, in der Dekade von 1970 und gleichzeitig mit dem anderen Rückgang der Regulären Gemeinde wurde eine intensive Reform der Normen die die Aktivitäten des Stifts von normalen kanonischen von San Augustin führten durchgeführt. Diese Reform erfolgte außerdem gleichzeitig mit der neuen und unerwarteten Wiederbelebung des Camino von Santiago und der Verehrung der Virgen von Roncesvalles in zahlreiche Pilgerfahrten verankerte.


Im Jahre 1983 begann ein neues Kapitel in der Geschichte von Roncesvalles. Nach einem langen Prozess, der 1979 begann, verwandelte sich der normale Stift in ein weltlichen Stift, zusammengestellt von einfachen Priestern mit den gleichen Normen wie des restlichen Diözesanklerus. Das Ziel dieses Wechsels war das christliche Leben in Orreaga-Roncesvalles zu konsolidieren, welches seit einigen Jahren eine gewisse Schwäche durchlitt. Der Stift ist jetzt von Priestern zusammengestellt die für die Betreuung der Pfarrgemeinden der naheliegenden Dörfer und normalerweise im Stift selber wohnen oder in den Ortschaften für die sie zuständig sind.

Die Vereine Amigos del Camino (Freunde des Weges), wobei die aus Navarra Pioniere waren, begann der Erholungsprozess der Jakobeischen Bewegung welcher sowohl von bürgerlichen Instanzen als auch von Seite der Kirche unterstützt wurde. Die Krönung dieser Anstrengung war ohne Zweifel das Heilige Jahr von Compostela (1993) in der eine große Welle an Pilger nach Santiago de Compostela ging. Dieser Aufschwung vom Weg nach Santiago gab dem Stiftsleben neue Kraft und verankerte sich unter anderen in der Eröffnung des Prioraner-Hauses mit einem Betreuungsbüro für Pilger.

Neben der Tatsache, dass der Eingangsort der Pilger nach Navarra zu sein hat sich die Stiftskirche in das Zentrum und den Aufbruchspunkt für diverse Reiserouten mit kulturellen und naturbezogenem Charakter entwickelt durch die nahegelegene Pyrenäengegend.

Die Erhaltung von Roncesvalles erfolgt grundlegend mit den Einkünften die man von den Nachbarländern erhält, von einigen Unternehmern aus der Landwirtschaft und Viehzucht und den Aktivitäten der Herberge, obwohl das Mitspielen von öffentlichen Instanzen für die Erhaltung des historischen-künstlerischen Komplexes benötigt wird.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich eine Wendung zur Heiligen von Roncesvalles entwickelt, eine große Tradition der Andacht die in vielen Wallfahrten verankert blieb. Es sind alles bunte Veranstaltungen und gleichzeitig feierlich und voller religiöser Hingabe auf der einen Seite und mit Lust auf Vergnügen auf der anderen. Außerdem ist es eine Kundgebung der engen Bindung von Roncesvalles mit den diversen Dörfern, die interne Solidarität und der Zusammenhalt unter ihnen.


DIE PRIORE VON RONCESVALLES

Liste aller Äbter die die Stiftskirche von Roncesvalles geleitet haben seit den schwierigen Anfängen im XII Jahrhundert, durch die Glanzzeit, bis hin zur Krise im XIX Jahrhundert und dem aktuellem Wiederbeleben des Weges von Santiago.

Sancho
Pedro de Aibar
Guillermo
Fortún de Badostáin
Martín Guerra
García
Fernando
Sancho
Lope
García López (Ochoa)
Andrés Ruiz de Medrano
Juan Sánchez de Airaga
García Ibáñez de Viguria
Sancho García de Echagüe
Miguel de Tabar
Jimeno de Aibar
Sancho de Meoz
Juan Galiondo de Tafalla
Juan de Egüés
Fernando de Egüés
Francisco de Navarra
Antonio de Fonseca
Juan de Silveira
Francisco de Toledo
Antonio Manrique de Valencia
Diego González
Diego Balbás
Lope Valdivieso de Velasco
Martín Manso de Zúñiga
Pedro Miguel
Juan Manrique de Lamariano
Pedro de Hoces
Juan de Velasco y Acevedo
Andrés Santos de San Pedro
Francisco de Torres Grijalba
Marcelo Lópe de Azcona y Dicastillo
Miguel Cruzat
Martín Martínez
Gil de Echauri y Zárate
Gabriel Agudo Sendín
Francisco Marín y Rodezno
José Íñiguez y Abarca
Francisco de la Torre y Herrera
Jaime de Solís y Gante
Juan de Aristia
Féliz Rubín de Celis
José Joaquín de Úriz y Lasaga
Juan Bautista de Reta Santesteban
Lino Barricarte (abad)
Francisco Polit González
Nicolás Polit González
José Urrutia Beraiz
Fermín Goicoechea Jaunsaras
José Iturria Miranda
Agapito Martínez Alegría
Máximo Echeverría Sanz
Jesús Labiano Villanueva
Jesús Idoate Gil
Juan Carlos Elizalde Espinal
Francisco Javier Izco Barbería
Bibiano Esparza Tres

1137
1152 – 1155
1164
1194 – 1199
1203 – 1216
1217
1218 – 1220
1226
1232 – 1267
1270 – 1300
1302 – 1327
1335
1346
1347 – 1376
1383 – 1389
1390 – 1410
1410 – 1418
1419 – 1454
1454 – 1500
1500 – 1518/22
1518/24 – 1542
1542 – 1545
1545 – 1546
1546 – 1555
1555 – 1575
1575 – 1588
1588 – 1599
1600 – 1611
1613 – 1616
1618
1619 – 1628
1629 – 1632
1632 – 1637
1637 – 1639
1640 – 1648
1648 – 1652
1652 – 1655
1655
1656 – 1667
1668 – 1672
1672 – 1680
1681 – 1712
1713 – 1730
1730 – 1759
1760 – 1784
1784 – 1801
1803 – 1815
1816 – 1833
1852 – 1855
1866 – 1887
1887 – 1906
1906 – 1915
1915 – 1943
1948 – 1956
1957 – 1976
1977 – 1984
1984 – 2007
2008 – 2013
2013 – 2016
2016 – 2018
2018


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